Ob durch Werbung, Ratgeber oder digitale Hilfsmittel – wir werden unablässig dazu animiert, uns selbst zu optimieren. Der Impuls, sich zu verändern, gehört zum Menschsein. Daraus speist sich die positive Botschaft der Selbstoptimierung: Wir können etwas für unsere Gesundheit und unser Glück tun. Heutzutage ist daraus eine Verheißung geworden. Glück und Erfolg scheinen nur eine Frage der bewussten Einstellung und des richtigen „Mindsets“.
Aber was ist, wenn damit am Ende gerade nicht eingelöst wird, was Selbstoptimierung verspricht, nämlich mehr Glück? Michael Girkinger forscht zu dem Thema und hat nun sein neues Buch vorgelegt.
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Wir optimieren unsere menschlichen Körper mit immer neuen technologischen Geräten. Eine eigene Denkschule, die der Transhumanist:innen, sieht dies als Schritte des Menschen über sich selbst hinaus. Janina Loh sieht das kritisch. Stecken in vielen Ideen der Überwindung des Menschen durch Technologie nicht sehr alte Vorstellungen vom Menschen und „seiner“ Welt?
Loh steht für einen Kritischen Posthumanismus, der sich fragt, ob mit den neuen Möglichkeiten nicht ein neues Denken einhergehen kann, dass auch ein neues Verständnis des Verhältnisses von Frau/Mann, Natur/Kultur und Subjekt/Objekt bringt.
Input: Janina Loh arbeitete im Bereich Technik- und Medienphilosophie an der Universität Wien (2016-2021). Zur Zeit hat Janina Loh die Stabsstelle Ethik bei der Stiftung Liebenau inne, die auch die Geschäftsführung des dortigen Ethikkomitees sowie des Kooperationskreises Ethik umfasst.
2018 erschien von Loh die erste deutschsprachige Einführung in den Trans- und Posthumanismus. Eine Einführung in die Roboterethik (Suhrkamp) erschien 2019.
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Kann man Geschichten nutzen, um über die Zukunft nachzudenken? Diese Frage stellte sich der Zukunftsforscher Wenzel Mehnert im Laufe der von ihm geführten Zukunfts-Schreib-Werkstätten. Hier wurden mit Salzburger Bürger:innen Zukunftsvorstellungen für die Stadt Salzburg entwickelt. Kreatives Denken und Schreiben stand dabei im Vordergrund.
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Projekte des Wandels“ präsentiert Mehnert eine gemeinsame Lesung mit einigen der entstandenen Geschichten. Unterstützt wird er hierbei von den Autor:innen Verena Grabenhofer, Jana Rowenski, Peter Linhuber und Boris Grkinic-Lee.
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Die Demokratie scheint weltweit in Gefahr. Seit 2005 sinkt die Zahl der freien Staaten und innerhalb der verbleibenden Demokratien verschlechtert sich die Qualität. Immer öfter schaffen es Populisten, in Regierungsfunktionen zu kommen und immer hartnäckiger versuchen sie, sich in diesen zu halten. Doch wie ernst ist es wirklich um den Zustand der Demokratie bestellt?
Der bekannte Politologe Univ.-Prof. Dr. Reinhard Heinisch präsentiert fundierte Einschätzungen und diskutiert diese mit Stefan Wally.
In Kooperation mit dem Verein Demokratie und Dialog.
Vor einem Jahr hat Russland die Ukraine überfallen. Die Folgen für die direkt betroffenen Menschen sind verheerend. Wie aber sehen die Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft aus in so verschiedenen Problembereichen wie Energie, Ernährung, Inflation, Klimakrise, Ungleichheit und Sozialstaat?
Ein Jahr nach Kriegsbeginn zieht bei uns Stephan Schulmeister Bilanz. War der Krieg Ursache dieser Probleme oder sind diese schon seit langem herangewachsen als Ausdruck einer Systemkrise? Wo waren die Auswirkungen besonders stark, welche „Therapien“ funktionierten, welche nicht, und was haben wir über unsere Ökonomie und für eine fortschrittliche Wirtschafts- und Sozialpolitik gelernt?
Input: Stephan Schulmeister, Unabhängiger Wirtschaftsforscher, Universitätslehrer
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