Die Kontrolle politischen Handelns steht zur Debatte: Nach welchen Maßstäben soll sie erfolgen? Wer soll sie durchführen? Welche Konsequenzen soll sie haben? – Das sind Grundfragen des demokratischen Zusammenlebens, die im Schnittpunkt von Politik, Recht und Moral, von Umsicht und Verantwortung ebenso wie von Empörung und Skandalisierung stehen. Die Zukunft demokratischer Politik hängt davon ab, ihre Bedeutung zu erkennen, sie zu unterscheiden, aber auch die Beziehungen und das Zusammenspiel zwischen ihnen wahrzunehmen.
Impuls: Christoph Konrath, Universität Salzburg / Jurist und Politikwissenschaftler in der Parlamentsdirektion, Wien
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Sind die Klimakatastrophe und die Corona-Pandemie Krisen gleicher Art? Laurenz Bub meint, sie weisen zahlreiche Parallelen und Gemeinsamkeiten auf. Beide Krisen seien keine natürlichen, sondern in erster Linie gesellschaftlich-kulturelle Phänomene. Sie seien jeweils das Resultat der spezifischen Entwicklungsdynamik und Funktionslogik moderner kapitalistischer Wachstumsgesellschaften. Auch ihre Folgen und Implikationen müssen im Kontext jener gesellschaftlichen Strukturen betrachtet werden, die aus dieser Entwicklung hervorgegangen sind.
Impuls: Laurenz Bub, Universität Salzburg
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Gibt es heute noch Utopien? Sehr wohl! Unsere Gäste haben sich sechs aktuelle Realutopien unterschiedlicher Denker:innen – von Eduard Heimann über Erik Olin Wright bis hin zu Jürgen Habermas und Harald Welzer – angesehen. Bei unsere Montagsrunde berichten Sie, was diese Ideen ausmacht und diskutieren, welche Transformationswege es für die Umsetzbarkeit der Utopien es gibt. Dabei werden u.a. Gerechtigkeits-, Partizipations- und Nachhaltigkeitsfragen aufgeworfen sowie Bezüge zu aktuellen Protestbewegungen hergestellt. Sie fragen, ob wir nicht sofort kluge Anregungen für Reformen der Sozialpolitik aus diesen Realutopien ziehen könnten?
Impuls: Gisela Kubon-Gilke (Professorin für Ökonomie, Evangelischen Hochschule Darmstadt) und Remi Maier-Rigaud (Professor für Sozialpolitik, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg)
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Die Rezension zum Buch „Utopien und Sozialpolitik“ finden Sie hier: https://www.prozukunft.org/buecher/utopien-und-sozialpolitik
Die Zukunft beginnt immer zuerst als Fiktion. Das, was wir uns vorstellen können, ist das, was wir für die Zukunft erwarten. Die Science-Fiction arbeitet dabei konstant an unseren Vorstellungen mit, um unseren Blick auf die Zukunft verändern, zu erweitern aber auch zu verengen. Was wir dabei oft vergessen: Die SF folgt ihren eigenen Regeln und muss sich soziokulturellen Strömungen sowie mediengestalterischen Anforderungen unterwerfen. So spiegeln SF-Dystopien unsere eigenen Ängste vor dem Kontrollverlust durch Technologien, den Folgen des Klimawandels oder politischen Demagogen. Die Utopien hingegen zeigen uns unsere Hoffnungen, Ideale und Werte, umgesetzt und erlebbare über imaginäre Welten. So gesehen, wird SF nicht zu einem Zukunfts- sondern einem Gegenwartsmedium, das seismographisch die Sorgen und Hoffnungen unserer Gesellschaft abbildet und sie im Rahmen ihrer gestalterischen Möglichkeiten als Metaphern präsentiert. In dem Vortrag wirft Wenzel Mehnert einen kritischen Blick auf die Konstruktion der SF, bringe Beispiele für ihre Verschränkungen mit der Realität und verweist auf die Denkblockaden des Genres. Denn eins ist klar, das Ende der Welt ist erst erreicht, wenn wir sie uns nicht mehr anders vorstellen können. Wenzel Mehnert forscht am Institut für zeitbasierte Medien der Universität der Künste Berlin. Sein Schwerpunkt sind die Verhandlung von neuen Technologien im Spannungsfeld zwischen Kunst und Wissenschaft.
Dieses Gespräch fand im Rahmen des Festivals „Science meets Fiction“ statt. Mehr Infos zum Festival: https://sciencemeetsfiction.org/ I https://jungk-bibliothek.org/
Seit jeher schlägt Schönheit die Menschen in ihren Bann. Selbiges gilt auch für das Erhabene. Es kann daher nicht verwundern, dass es eine jahrtausendealte Beziehung zwischen Ästhetik und Macht gibt. Seit den frühen Hochkulturen hatte die Legitimation politischer Autorität stets auch eine ästhetische Dimension, galten doch nach klassischer Auffassung das Schöne und das Gute als miteinander identisch. Über dieses Verhältnis spricht Politikwissenschafter Mario Wintersteiger mit Stefan Wally.
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