Was haben Handcreme, Tiefkühlpizza und Waschmittel gemeinsam? Richtig: Sie enthalten Palmöl – wie bereits die Hälfte aller Supermarktprodukte. Doch wodurch wurde der atemberaubende Palmölboom mit seinen verheerenden sozialen und ökologischen Folgen in den Produktionsländern ausgelöst? Alina Brad untersucht die politischen und ökonomischen Triebkräfte, die den Aufstieg Indonesiens zum weltweit führenden Palmölproduzenten ermöglichten. Ausgehend von den historischen und polit-ökonomischen Bedingungen entschlüsselt sie das komplexe Geflecht von Interessen und Konflikten um Landkontrolle und Inwertsetzung im indonesischen Palmölsektor.
Mehr Informationen: https://jungk-bibliothek.org/
Von Herakles bis Batman, von Boris Johnson bis Donald Trump: Superhelden stehen hoch im Kurs, und die Erzählung über sie ist fester Bestandteil aller Kulturen. Für unsere verweichlichte Gesellschaft, die weder Unsicherheit noch Schmerzen aushält, gleichzeitig aber dem Selbstoptimierungswahn verfallen ist, scheinen sie besonders wichtig zu sein. Sollen sie uns doch aus dem Schlamassel retten, in das wir uns durch unser Komfortdenken und übertriebenes Sicherheitsbedürfnis hineingeritten haben. Ist der Superheld überhaupt noch ein taugliches Rolemodel? Sogenannte „starke Männer“ zeigen heute, wie es sicher nicht gehen wird. Aber Lisz Hirn weiß: In Zeiten, wo Ängste Hochkonjunktur haben, kann Philosophie konkret helfen. Um unsere Welt auch noch für unsere Kinder lebenswert zu machen, sollten wir uns zum Beispiel lieber auf jene geheime Superkraft verlassen, die wir alle besitzen: die Vernunft.
Mehr Informationen: https://jungk-bibliothek.org/
Die
Rolle und Bedeutung von Religion im Zusammenhang mit Werthaltungen
ändert sich in unserer Gesellschaft. Die Gründe sind vielfältig. Neue
Generationen bringen neue Ideen und Erfahrungen. Ab- und Zuwanderung
verändern die Zusammensetzung der Bevölkerung. Und es gibt noch viele
andere Faktoren. Regina Polak forscht zu diesem Thema. Sie kann uns bei
der Montagsrunde sagen, welche Änderungen der Werthaltungen tatsächlich
stattfinden. Und wenn ja: Was verschiebt sich wirklich, was bedeutet
dies für unser Zusammenleben in Österreich, für die Religionen, für die
Demokratie? Welche Konfliktzonen zeigen sich rund um Religion und Werte?
Regina Polak ist Vorständin des Instituts für Praktische Theologie an
der Universität Wien und publiziert umfangreich zum Thema.
Können wir das Klima durch neue, bessere Technologien retten? Bietet
nicht gerade die Digitalisierung hier Chancen? Wir können Wege
einsparen, Ressourcen effektiver einsetzen, Energie klüger produzieren.
Aber stimmt das wirklich? Welche anderen Effekte auf die Klimakrise
erleben wir durch die Digitalisierung. Christopher Frauenberger hat sich
diesen Fragen gewidmet.
Frauenberger ist Professor am Center for Human-Computer-Interaction der
Universität Salzburg. Eine Kooperation mit der Klima- und
Energiestrategie „Salzburg 2050“
Sie
sind oftmals „unsichtbar“, doch spätestens die weltweite Covid-Krise
zeigt, wie wichtig ihre Arbeit für unsere Gesellschaft ist: Personen,
die in der 24h-Betreuung (auch „24h-Pflege“ benannt) oder im
Transportwesen tätig sind. Großteils handelt es sich dabei um
Bürger*innen aus osteuropäischen EU-Mitgliedstaaten. Die Montagsrunde
nimmt diese beiden Gruppen, deren Arbeitszeit stark entgrenzt ist, in
den Blick. Wie lassen sich Personen, die derartige Arbeit verrichten,
soziodemographisch beschreiben? Wie gestaltet sich der (EU-)rechtliche
Rahmen? Und wie sehen ihre Arbeitsbedingungen letztlich in der Praxis
aus – und warum?
Anita
Heindlmaier und Carina Kobler vom Fachbereich Politikwissenschaft und
Soziologie / Salzburg Centre of European Union Studies der Universität
Salzburg forschen zu prekärer Arbeit in der EU und möchten mit Ihnen in
der Montagsrunde u. a. diskutieren, welche Schritte unternommen werden
können bzw. müssen, damit sich Arbeitsbedingungen und soziale Rechte in
der EU verbessern.